O B E D I E N C E- Teamwork in der schönsten Form

     

Obedience heißt auf deutsch nichts anderes als Gehorsam. Wenn man hier den Vergleich mit dem Pferdesport sucht, so kann man sagen, daß Agility dem Springreiten und Obedience dem Dressurreiten ähnlich ist. Herkunftsland von Obedience ist Großbritannien. Bereits 1919 führte der im Kennel Club registrierte Alsatian Wolf Club sogenannte Working Trails durch. Während der beiden Weltkriege wurden wieder ausschließlich Melde– und Sanitätshunde ausgebildet. Erst nach dem 2. Weltkrieg wurden wieder spezielle Gebrauchshundeprüfungen, die die Gebrauchstüchtigkeit und Vielseitigkeit der Hunde zeigen sollten, durchgeführt. Der erst only Obedience Test war für alle Rassen offen, dennoch starteten fast ausschließlich Deutsche Schäferhunde. Seit 1955 sind die Obedience Championchips ein fester Bestandteil der alljährlich stattfindenden größten Hundeausstellung der Welt - der Crufts Dog Show. Obedience wird auch seit ca. 20 Jahren in den skandinavischen Ländern praktiziert. Seit einigen Jahren ebenso in der Schweiz und Österreich. Jedoch unterscheiden sich die Prüfungsordnung zum Teil sehr. Für die Prüfungsstufe C (die höchste Klasse) gibt es ein gültiges FCI-Reglement (Obedience-Prüfung 3), alle weiteren, unteren Prüfungsstufen sind von Land zu Land verschieden. Deutschland hat seit März 2001 nun auch ein anerkanntes Obedience-Reglement.

Beim Obedience will man freudige, aufmerksame und durchgehend konzentrierte Hunde. Man strebt die perfekte Harmonie zwischen Hundeführer und Hund an.

Obedience kann ausnahmslos mit jedem Hund, egal welcher Rasse, groß oder klein, trainiert werden. Allerdings nicht mit jedem Hundeführer. Wer Obedience betreiben möchte, muß sehr diszipliniert, geduldig und ausdauernd sein.

Voraussetzung für eine Obedience-Prüfung ist eine bestandene BH/VT-Prüfung. Bei einer Obedience-Prüfung sind die Kommandos nicht vorgeschrieben und es dürfen auch zum Teil Handzeichen verwendet werden. Es wird nach keinem festen Schema wie beim gewöhnlichen „Unterordnungstraining“ gearbeitet. Ein Stewart oder Wettkampfleiter gibt (nach Anweisung des Richters) die Anweisungen an den Hundeführer, der diese schnell und korrekt ausführen muß.

Folgende Übungen werden in den verschiedenen Prüfungen gefordert:

Beginner-Klasse:

  • Verhalten gegenüber anderen Hunden

  • Stehen und Betasten

  • 2 Minuten Liegen mit Sichtkontakt

  • Leinenführigkeit

  • Sitz aus der Bewegung

  • Voraussenden in ein Quadrat

  • Abrufen

  • Apport auf ebener Erde

  • Kontrolle auf Distanz

  • Gesamteindruck

Obedience Klasse 1:

  • 2 Minuten liegen außer Sicht

  • Feifolge

  • Steh aus der Bewegung

  • Kommen auf Befehl

  • Sitz aus der Bewegung

  • Schicken zur Box

  • Apportieren

  • Kontrolle auf Distanz

  • Hürdensprung

  • Gesamteindruck

Obedience Klasse 2:

  • 2 Minuten sitzen mit Sichtkontakt

  • Freifolge

  • Sitz und Steh aus der Bewegung

  • Kommen mit Steh

  • Voraussenden in ein Viereck mit Hinlegen

  • Richtungsapport

  • Geruchsunterscheidung aus max. 6 Gegenständen

  • Kontrolle auf Distanz

  • Apport über eine Hürde

  • Gesamteindruck

Obedience Klasse 3:

  • 2 Minuten sitzen in der Gruppe Hundeführer außer Sicht

  • 4 Minuten liegen in der Gruppe Hundeführer außer Sicht

  • Steh, Sitz und Platz aus der Bewegung um Quadrat

  • Freifolge

  • Herankommen mit Platz und Steh

  • Metallapport über Hürde

  • Voraussenden in Box

  • Apportieren eines von drei Gegenständen mit Stehübung

  • Geruchsidentifizierung

  • Distanzkontrolle

Die RHS Isar e.V. stieg im August 2000 in diese Ausbildungssparte ein. Mittlerweile werden 25 Hunde bei der RHS Isar e.V. in dieser Sportart ausgebildet. 

Sollten Sie Interesse an Obedience haben, können Sie uns gerne an einer unserer Trainingsstunden besuchen und sich bei unseren Ausbildern ausführlich darüber informieren.

 

 

 

 

 

Trainingszeiten:

siehe Terminübersicht unter
"Termine/Seminare"

Ort:

nach Absprache mit den Trainer

Verantwortlicher Trainer:

Babsi Schwaiger
0179/9152832
sheltie@babsi-ruby.de

Voraussetzung:

Hundeerziehungskurs
Mitgliedschaft im Verein
Teilnahme an Prüfungen