Der Einsatz von Rettungshunden
 

 

 

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Trümmer- und Flächensuchhunde

 

 

 

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Personensuchhunde

- Der Hund als Helfer im Dienste des Menschen -

Der Hund ist nicht nur aufgrund seines Körperbaus, sondern im besonderen Maße wegen des hervorragenden Geruchssinn geeignet, verschüttete und vermißte Personen aufzuspüren. Die hochempfindliche Hundenase ist derzeit jedem technischen Gerät zur Ortung von Verschütteten und Vermisten weit überlegen. Ein Hund besitzt ca. 220 Mio. Riechzellen, der Mensch dagegen nur 5 Mio..
Wo eine vielköpfige Suchmannschaft Stunden braucht, um einen Vermißten zu finden, braucht ein gut ausgebildeter Rettungshund nur Minuten. Bei Katastrophen wie Erdrutschen, Erdbeben oder Häuserexplosionen ist der Einsatz von Rettungshunden zum Auffinden unter Erdmassen begrabener Menschen unentbehrlich geworden. Viele Menschen haben dem raschen Einsatz von hervorragend ausgebildeten Rettungshunden ihr Leben zu verdanken.

Während des zweiten Weltkrieges wurden in England erste Erfahrungen mit Rettungshunden zum Aufspüren Verschütteter gemacht. In Deutschland wurden bereits im 1. Weltkrieg Sanitätshunde zum Auffinden verwundeter Soldaten eingesetzt. Mittlerweile ist die Ausbildung von Rettungshunden zu einem richtigen Boom geworden und man kann durchaus schon von Rettungshundetourismus sprechen. Wie effizient und sinnvoll die Ausbildung dann noch ist, sei in Frage gestellt.

Die Rettungshundestaffel Isar e.V. möchte mit der Ausbildung von Rettungshunden regional humanitäre Hilfe leisten und zur Rettung von Menschleben beitragen. Bereits seit 20 Jahren haben wir uns zur Aufgabe gemacht, Hunde und Hundeführer auf den Gebieten der Trümmer- und Flächensuche auszubilden. Für den Zweck haben wir verschiedene Übungsgelände auf denen wir Möglichkeiten haben, etwaige Ernstfälle durchzuspielen. Nach einer ca. zwei- bis dreijährigen Ausbildung kann das Rettungshundeteam die höchste Prüfungsstufe ablegen. Dies heißt jedoch nicht, daß das Ablegen einer Prüfung zum Einsatz im Ernstfall berechtigt. Nur die Rettungshundeteams werden herangezogen, die regelmäßig (mindestens 1 x wöchentlich) und erfolgreich an der Ausbildung teilnehmen. Die Ausbildung von Rettungshunden ist sehr zeitaufwendig und mit finanziellen Kosten verbunden. Außerdem sollte der Hund wie auch der Hundeführer einige Kriterien erfüllen können.

Welche Voraussetzungen muß ein Rettungshund erfüllen:

Er sollte:

  • ein mittleres Temperament haben,

  • ein sicheres Wesen besitzen,

  • ausdauernd sein,

  • gut führig sein,

  • einen guten Spür- und Stöbertrieb haben,

  • eine gute Assoziations- und Kombinationsgabe

  • lärmunempfindlich sein

  • eine gute Bindung zu seinem Besitzer haben.

Unerwünscht sind: Ängstlichkeit, Scheuheit, ausgeprägter Jagdtrieb. Wichtig für die Arbeit im Team ist außerdem, daß der Hund gut sozialisiert ist.

Welche Voraussetzungen muß der Hundeführer erfüllen:

Neben einem eigenen, geeigneten Hund muß der Hundeführer ein hohes Maß an Zeit aufbringen können. Er muß physisch und psychisch belastbar sein. Er sollte seine erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten richtig einsetzen können.
Die Arbeit in einer RH-Staffel ist freiwillig, alle Hundeführer sind ehrenamtlich tätig und kommen selbst für Ausrüstung und Material auf.
Der Hundeführer erlangt Kenntnisse in Erste Hilfe, Karten- und Kompaßkunde, Kynologie, Sprechfunkverkehr, Einsatztaktik, Verhalten vermißter Personen, Lagebeurteilung, Verhalten im Einsatz, Knoten & Bunde, Erdbebenkunde, Unfallverhütung.
Erfüllen Hund und Hundeführer die erforderlichen Kriterien kann mit der Ausbildung des Hundes bereits im Welpenalter begonnen werden. Der Hund lernt das Suchen und das Anzeigen von Personen.

Wo können Rettungshunde eingesetzt werden:

Lawinensuche
Trümmersuche
(nach Erdbeben, Gasexplosionen, Gebäudeeinstürzen etc.)
Flächensuche
(in unwegsamen Gelände nach verirrte Personen, Suizidgefährdeten, unter Schock stehende Menschen, ältere verwirrte Menschen etc.)
Fährtensuchhunde
(der Hund verfolgt die Spur auf der Fährte des Vermißten bis zum Fundort)
Wassersuche

Es gibt drei Verweisungsarten:
Das Verbellen in Verbindung mit Scharren am Fundort, das Bringseln und das Leerverweisen. Wobei die Verweisungsart "Bringseln" nur in der Flächensuche angewandt wird

 

Die Rettungshundestaffel Isar e.V. steht sowohl für Privatpersonen als auch Behörden unentgeltlich für Einsätze zur Verfügung.